13. Tour d'Allée (Eröffnung der neuen Rügenbrücke), Stralsund
Brrr, war das kalt! Unter diesem Titel könnte man den heutigen Tag gut und gerne zusammenfassen. Bereits in aller Frühe machten sich Daniel, Micha, Enno, Robert Was., Stefan D., Marcus, Christian und André sowie einige andere Gefährten auf den Weg nach Bergen, wo der Start der Tour d'Allée angesetzt war. Noch im Dämmerlicht und bei anständigem Nord-Ost-Wind bei 4°C ging es zum Start. Auf dem Weg dorthin konnten sie sich über die Menge gastfreundlicher Autofahrer nicht beklagen, die bereits sonntagmorgens um 07:30 Uhr mit starken Hupkonzerten ihre Begeisterung für den Radsport deutlich machten - Danke Jungs! Angenehm aufgewärmt von der Hintour freuten sich alle schon riesig auf das angekündigte Radlerfrühstück. Und so gingen sie auf die Suche und sie fanden da: Eine Fischbude, eine Wurstbude, einen Getränkestand, die Trikotausgabe, einen alten Rudi, einen Olaf aus Gera und Carolin, die dort schon wartete. Aber was sie nicht fanden war das Radlerfrühstück, verdammte Axt! Es hieß dann in Stralsund wird's was geben. Dermaßen vertröstet zogen wir uns die wirklich schönen T-Shirts über, die jeder tragen musste, weil hinten die Startnummer aufgedruckt war. Nunja, das gestrichene Frühstück sollte nicht so schlimm sein, schließlich war die Abfahrt ja nicht mehr lang hin. Denkste - Start verschoben um 30 min. Der lustige Moderator überbrückte dies mit reichlich Erfahrungen aus dem Fundus von Rudi A. und Olaf L., die jetzt zum Lückenfüller avancierten. Gelangweilt ob der gedroschenen Phrasen vertrieben sich die Sportler die Zeit anderweitig. Nach einer zweiten Startverschiebung von 20 min ging es dann aber endlich los.
Friedlich und gesittet sortierten sich alle im Feld ein. Der versprochene Schnitt von 15 km/h wurde anfänglich sogar noch weit unterboten und so hätte man nebenher auch ganz genüsslich ein Picknick machen können.
Doch das pendelte sich bald ein. So ging es also seeehr gemütlich in Schleichfahrt über die Insel Rügen. Immer irgendwo zwischen Umkippen, Stehversuch und Dauerfrost. Hin und wieder konnte man einen Rückblick riskieren, wo sich ein doch recht imposantes Bild ergab, wenn man knapp 870 Fahrer im Schlepptau hat. Nach reichlich 2h Fahrzeit für 35 km kamen dann auch alle in Altefähr an. Dort gab es den nächsten Pflichtboxenstop, bei dem eine inhaltliche Wiederholung des Starts in Bergen geboten wurde. Zahlreiche Interviews mit o.g. Herren, Startzeitverschiebungen und kalte Nasen. Nachdem wir in Altefähr knapp 1,5 h überbrückten ging es dann endlich los über die Brücke. Von oben bot sich allen ein beeindruckender Ausblick auf Stralsund und den Strelasund - ein kleines Highlight am heutigen Tag. Nachdem die Brücke überquert war ging es in den Alten Hafen, wo die Tour ihr Ende finden sollte. Alle kamen wohlbehalten an, jedoch hatte nach der heutigen Eiszapfentour keiner mehr wirklich Lust, sich noch ein paar Minuten zu setzen und zu plaudern. Und das Essen war auch nicht zu finden.
Fazit: Schöne Brückenquerung, die aber teuer erkauft und mit hohem Einsatz an Mensch bezahlt wurde. 5 h Gesamtfahrzeit auf 2,5 h reine Fahrzeit ist halt ein bisschen Zuviel des Guten. In Anbetracht der Größe der Festivitäten war die Orga ansonsten aber top . (AD)
- Speedfreaks blog
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben