Rund um Strausberg

Strausberg
10.09.2017
Ete | 12 September, 2017 - 12:24

Das Straßenrennen von "Rund um Strausberg" bedeutete für mich in der Vergangenheit häufig den Saisonabschluss. Aufgrund der Terminverlegung des Rennens von Ende auf Anfang September sollte es mir in diesem Jahr lediglich als Durchgangsstation für unsere Ullmax Radsporttage in Loitz dienen. Über drei Runden zu je 23 welligen und windanfälligen Kilometern war es wichtig, von Anfang an vorn zu fahren und mögliche Windstaffeln nicht zu verpassen. Da die Rennstrecke zu meinem Trainingsrevier gehört, sollte mangelnde Streckenkenntnis nicht als Ausrede dienen.

Direkt nach dem Start führte die Runde am Flugplatz Strausberg vorbei und über moderates Kopfsteinpflaster durch ein hügeliges Waldstück. Anschließend bogen wir auf eine breitere Bundesstraße ein, wobei fortan bis zur Zieldurchfahrt starker Gegen- und Seitenwind herrschte. Eine etwa zehnköpfige Gruppe hatte sich abgesetzt und fuhr etwa 100 m vor dem Hauptfeld. Da die Gruppe stark besetzt war und harmonisch zu laufen schien, entschloss ich mich in einer Alles-oder-Nichts-Aktion nach vorn zu springen. Kaum hatte ich den Anschluss geschafft, setzten sich drei Fahrer ab. Die Uneinigkeit in meiner Gruppe sorgte dafür, dass das Hauptfeld wieder aufschloss. Fazit: Körner verschossen, aber konnte ja keiner ahnen...

Das Hauptfeld wollte sich aber nicht kampflos geschlagen geben, weshalb sich das Tempo fortan stets an der 40-km/h-Marke einpendelte. Aufgrund des starken Windes war es für die drei Ausreißer tatsächlich so zäh, dass sie etwa 10 km vor Rennende wieder gestellt wurden. An der letzten Welle ca. 6 km vor dem Ziel wollte ich dann mein Glück versuchen, einem Massensprint aus dem Weg zu gehen. Mit vollem Einsatz attackierte ich aus dem Feld heraus und schaffte es, mich mit drei weiteren Mitstreitern zu lösen. Diese waren jedoch von unserem Vorstoß so angeschlagen, dass sie keine Führungsarbeit leisten konnten. Das Feld hatte schnell wieder aufgeschlossen, weshalb nun ein munteres Gruppengespringe stattfand. Im Zuge des Chaos konnte ich mich abermals mit zwei weiteren Mitstreitern absetzen, doch unser Vorsprung betrug nie mehr als zehn Sekunden. So lief an der Flamme Rouge wieder alles zusammen und der Sieger wurde im Massensprint ermittelt. Hier waren meine Kräfte schon aufgebraucht, sodass ich auf Rang 15 der Altersklasse U40 über die Ziellinie rollte.

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