MTB-Stadtmeisterschaft 2008
Jedes Jahr im Oktober, wenn die Blätter anfangen sich bunt zu verfärben, Stille in die Wälder einzieht und sich alles auf den nahenden Winter vorbereitet, geschieht gar seltsames im Wald. Die Heinzelmännchen kommen aus Ihren Schlupflöchern. Nur wer ganz ruhig und geduldig ist kann sie sehen, die Heinzelmännchen vom TRG. Sie schleichen mit Harken und Trassierband durch den Wald, um dann voilá: eine kleine aber feine MTB-Strecke aus dem Wald zu zaubern. Dort wo vorher nur undurchdringliches Gestrüpp war sind nun feine Wege und heizbare Kurven, die das Radlerherz erfreuen. Schneidige Abfahrten und liebliche Drifts verdrängen nun morsches Holz und gelbe Blätter. Die Freude der MTB-Trolle über dieses Werk war so groß, dass sie heute von überall herkamen um dieses kleine Wunder selbst zu sehen und gebürend unter Ihre Räder zu nehmen.
Immanuel Leifer und Philipp Vogelgesang an der Spitze Ein MTB-Troll ist typischerweise an seinem blauen Gewand zu erkennen, aber es gibt ihn auch in anderen Farben, in rot z.Bsp oder gelb. Eigentlich mindestens in sovielen Farb- und Fellvariationen, wie es zamonische Buntbären gibt. Recht zahlreich versammelte sich daher die ansonsten eher scheuen Spezies an der Rennstrecke. Denn jedes Jahr nachdem die Heinzelmännchen zugagnge waren nutzen sie die Gelegenheit um auf der Strecke Ihren neuen Vorsitzenden zu küren, der dann für die Dauer eines Jahres den zauberhaften Titel MTB-Stadtmeister/-in tragen darf. Von den blauen Trollen waren heute dabei: Antje, Steffi, Philipp, Erik, Daniel, Marcus, Ludger, Kai, Michael, Andreas und ich.
So, schluß jetzt mit der Märchenstunde! In mehreren Klassen beginnend mit der U13 bis hoch zu den Senioren wurde heute der Lauf um den Stadtmeisterschaftstitel ausgetragen. Unser Team aht sich dabei ordetnlich in's Zeug gelegt und konnte sich in gleich drei Kategorien den Titel sichern. Den Jahresvorsitz bei der U13 übernahm Amy Stubbe. Bei den Frauen holten sich Stefanie Thomaschewski und Antje Vogelgesang fast schon erwartungsgemäß den Doppelsieg. Bei den Männern gab es dagegen ein regelrechtes Hauen und Stechen um den Vorsitz. Zwar konnten sich schon nach zwei Runden zwei heiße Anwärter absetzen (Immanuel Leifer und Philipp Vogelgesang), jedoch waren beide in etwa gleichstark. Alle anderen sortierten sich dahinter ein, machten sich gegenseitig jedoch auch keine Geschenke.
Zieleinlauf von Philipp Die neue Streckenführung sorgte für ein deutlich kompakteres Fahrerfeld, was von den Zuschauern wohlwollend zur Kenntniss genommen wurde. Aber auch der Spaß für die Fahrer kam nicht zu kurz. So wurde die nach außen abschüssige Linkskurve gegen eine schneidig zu fahrende nach außen hin überhöhte Linkskurve eingetauscht, in der es sich heute viel genüßlicher um's Eck lenken ließ, als die letzten Jahre. Der Purist könnte jetzt meinen, dass die Strecke zu sehr entschärft wurde, ich halte dagegen und sage das Rennen wurde dadurch interessanter, aber nicht leichter. Wie dem auch sei, in mehreren Grüppchen wurde kräfitig gebolzt und der Waldboden gut durchlüftet. Schlüpfrige Kurven sorgten für mächtig Spaß beim Einlenken und wenn man nicht aufpasste haute es einen auch schon mal um.
Nicht umgehauen hat es Philipp, der sich auch nicht von Immanuels Antritt schocken ließ und nach fünf Runden die Führung übernahm. Er setzte sich einige Meter ab und gab diese dann bis zum Ziel nicht mehr ab. Ich lief mit ca. 40 Sekunden Rückstand auf Platz drei ein.
Was vor, während und nach dem Rennen sonst noch geschah und wichtig war: Daniel und Marcus stürzten, Totti hat mal wieder die Kette abgebaut und neu aufgelegt, Ludger war noch platt von gestern und ist trotzdem bei den Männern gefahren und nicht bei den Senioren, Antje hat kräftig neue Mitglieder geworben, Erik hat mich ganz schön gehetzt und allen hat es offensichtlich Spaß gemacht.
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