Crosswars II - ich war dabei

in
Ort: 
Cochem
Veranstaltungsdatum: 
13.09.2009

Nachdem gestern Daun auf dem Programm stand, ging es heute in Cochem zur Sache. Wieder war ich mit geborgtem Zeugs unterwegs. Elmar hatte mir Laufräder mit dem Continental Cyclocross Speed hinten und dem Sammy Slick vorne zugeteilt. Außerdem wurde ich willkürlich und völlig überraschend mit einer Vogelfrei-Startnummer beglückt.

Am Freitag hatte ich bereits die Strecke zu Fuß besichtigt. Hier noch einmal kurz eine Streckenbeschreibung: Gestartet wird auf einem kurzen Asphaltstück, das nicht zur Strecke gehört. Anschließend geht es in’s Gebüsch zu einer steilen Rampe – ca. 1,5m – vielleicht sogar noch ein bischen mehr – hoch geht. Auf der anderen Seite geht es sehr steil wieder herunter – ca. 2m tief. Dieser Hügel hat den großen Vorteil: man kann ihn so gut wie durchtreten und man musste unten nur aufpassen, das man keinen Durchschläger bekommt, wenn man wieder in die Waagerechte wechselt. Dann kam ein Stück Rindenmulch, mit dem die Strecke bedeckt war. Die sorgte für ein sehr schwammiges Fahrgefühl und wenn man die Ideallinie in einer der beiden Kurven verfehlte, fand man sich anschließend im richtig tiefen Mulch wieder. Anschließend fuhr man in eine Mulde, wenn man aus der heraus kam, gleich ganz scharf nach rechts zum ersten der sogenannten “Kamelhuckel”. Da man durch die Kurve vorher so gut wie keine Geschwindigkeit mehr drauf hatte, war das schon kräftezehrend. Nach der Abfahrt vom letzten Kamelhöcker ging es direkt in eine hoch aufgeschüttete Steilkurve von 180°. Nach einer weiteren, leider nicht als Steilkurve ausgebauten Wende kam noch ein Huckel und schon war man an der Treppe und musste vom Rad runter. Oben aufsteigen und den Hügel wieder herunter. Nach einer langgezogenen Kurve kam das Hilight des vergangenen Jahres: die Buddelkiste. Da dieses Jahr zwischendurch nicht geharkt wurde, konnte man sie aber gut fahren. Nach einer weiteren Kurve ging es schon wieder über einen Huckel mit einer Senke dahinter, wo man vor dem Huckel nicht sehen konnte, wo es dahinter weiter geht – nämlich leicht nach links – geradeaus stand ein kleines Bäumchen, rechts ein Pfeiler. Anschließend kam eine Strecke auf der man es eigentlich gut hätte laufen lassen können – leider stellte sich aber heraus, das der auf der Strecke verteilte Rindenmulch einen ähnlichen Kraftaufwand wie Matsch erforderte. Es rollte zwar einigermaßen, aber kostete trotzdem relativ viel Kraft. Auf der Hälfte war das Ziel, was auch eine Sprintentscheidung möglich macht. Am Ende dieser langen “Rennstrecke” kam dann der technisch und konditionell etwas anspruchsvollere Teil. Viel Links-Rechts im Gebüsch um dann am Schluss wieder die Rampe vom Start anzusteuern.

Das war also die Strecke. Nach dem Start sortierte ich mich irgendwo im Mittelfeld ein und fuhr das Rennen wie immer am Anschlag – 7 Runden auf dem Kurs. Der zweite Lauf ging dann nur noch über 6 Runden, da das Kuchendoping in der Pause bei einigen Startern leider nicht die gewünschte Wirkung zu erzielen schien. Die Familie Thiel sorgte mit einem 10 Euro-All-you-can-eat-Angebot für das leibliche Wohl. Die Fahrer wurden unterwegs von Fans mit Kuhglocken angefeuert. Es kam richtig Weltcup-Feeling auf. Pünklich zum Schluss des zweiten Laufs fing es dann an zu regnen, so dass das Buffet dann unter das Parkdeck verlegt werden musste, bei dem man dann noch einmal seine Wettkampftauglichkeit beim Nudeln-Essen beweisen konnte. Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung im kleinen Kreis. Ein großer Dank an den Streckenelmar, der seine Frei- und Trainingszeit in den Aufbau dieser Strecke investiert hat. Es war auch eine gute Gelegenheit den einen oder anderen aus dem CX-Sport-Forum kennen zu lernen. Wir haben zwar noch kein Forumstrikot – aber dafür ein Forumscrossrennen.